Geografie und wirtschaftliche Bildung · Sek I
Warum tritt ein Fluss über das Ufer?
Und wie schützen wir die Menschen am Fluss?
assets/img/buch/fluss/opener-rhein-panorama.jpgassets/img/buch/fluss/historisch-hochwasser.jpgRegen fällt auf Berge und Wiesen.
Das Wasser fließt in Bäche.
Die Bäche fließen in den Fluss.
Das ganze Gebiet nennt man: Einzugs-Gebiet.
Manchmal regnet es sehr stark und sehr lange.
Dann kommt zu viel Wasser in den Fluss.
Der Fluss passt nicht mehr in sein Bett.
Das Wasser steigt über das Ufer.
Das ist ein Hochwasser.
Der Boden kann Wasser aufsaugen. Wie ein Schwamm.
Aber Straßen und Parkplätze können das nicht.
Dort läuft der Regen sofort in den Fluss.
Darum werden Hochwasser heute oft größer.
assets/img/buch/fluss/pegel-hochwassermarke.jpgMenschen bauen seit langer Zeit Dämme.
Ein Damm ist ein hoher Wall am Ufer.
Er hält das Wasser vom Dorf fern.
Es gibt auch Schutz-Mauern und Rückhalte-Becken.
Ein Rückhalte-Becken ist wie eine große leere Wanne.
Bei Hochwasser fängt die Wanne das Wasser.
Aber Achtung:
Ein Damm kann brechen.
Oder das Wasser steigt höher als der Damm.
Ein Damm schützt also nicht immer.
Das nennt man: Rest-Risiko.
assets/img/buch/fluss/damm-radweg.jpgEs gibt noch einen zweiten Weg.
Man gibt dem Fluss mehr Platz.
Neben dem Fluss liegen flache Wiesen und Wälder.
Das nennt man: Au.
Bei Hochwasser darf das Wasser in die Au.
Die Au ist wie ein Schwamm.
Sie hält das Wasser fest.
Später gibt sie es langsam wieder ab.
Früher haben Menschen viele Flüsse gerade gemacht.
Heute baut man das oft wieder zurück.
Der Fluss bekommt seine Kurven wieder.
Das nennt man: Renaturierung.
Dann kommen auch die Tiere zurück.
assets/img/buch/fluss/aue-alter-rhein.jpgDer Rhein war früher ein wilder Fluss.
Er hat das Rheintal oft überschwemmt.
Sehr schlimm war es in den Jahren 1888 und 1890.
Danach haben Österreich und die Schweiz einen Vertrag gemacht.
Das war im Jahr 1892.
Sie haben den Rhein zusammen gerade gemacht.
Sie haben hohe Dämme gebaut.
Seitdem ist das Rheintal viel sicherer.
Aber heute reicht das nicht mehr.
Der Regen wird stärker.
Darum gibt es ein neues Projekt: Rhesi.
Der Rhein bekommt mehr Platz zwischen den Dämmen.
Der Bau dauert ungefähr 20 Jahre.
Das Projekt schützt 300.000 Menschen.
assets/img/buch/fluss/rhesi-rheinvorland.jpgNicht jeder Platz am Fluss ist sicher.
Darum gibt es Regeln für das Bauen.
Es gibt Karten mit Gefahren-Zonen.
Rote Zone heißt: Hier ist es gefährlich.
Hier darf man kein Haus bauen.
Gelbe Zone heißt: Bauen nur mit besonderem Schutz.
Noch ein Problem: Beton und Asphalt.
Jeden Tag werden in Österreich viele Wiesen verbaut.
Verbauter Boden kann kein Wasser aufsaugen.
Der Regen läuft dann sofort in den Fluss.
Das macht Hochwasser schlimmer.
assets/img/buch/fluss/siedlung-am-wasser.jpgAlle Zahlen in diesem Heft sind echt.
Sie kommen von Ämtern, Forscher:innen und Zeitungen.
Hier stehen die Quellen:
[1] GeoSphere Austria: Studie „Starkregen hat deutlich zugenommen" (2025) –
geosphere.at ·
science.orf.at
[2] Bundeszentrale für politische Bildung: Nach der Flut an der Ahr 2021 –
bpb.de
[3] Internationale Rheinregulierung: Geschichte des Rheintals –
rheinregulierung.org
[4] Bundesamt für Wasserwirtschaft: Nachhaltiger Hochwasserschutz Alpenrhein (Projekt Rhesi) –
baw.at
[5] Projekt Rhesi: Das ist Rhesi –
rhesi.org
[6] BMLUK: Jahrhundert-Projekt „Rhesi" – Staatsvertrag mit der Schweiz unterzeichnet (2024) –
bmluk.gv.at
[7] ORF Niederösterreich: Hochwasser – Schutzbauten verhinderten Schlimmeres (2024) –
noe.orf.at
[8] BMLUK: Broschüre „Mehr Natur für unsere Flüsse – Gewässerökologische Erfolge in Österreich" –
bmluk.gv.at
[9] Umweltbundesamt: Flächeninanspruchnahme in Österreich –
umweltbundesamt.at
[10] HORA – Natural Hazard Overview & Risk Assessment Austria (Gefahrenkarte, Adress-Abfrage) –
hora.gv.at